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Hokusai

Der Leistungskurs Geschichte unternimmt eine Exkursion in die japanische Vergangenheit.

 

Wer? Was? Wo?

Hokusais Holzschnitte im Gropiusbau!

Kein Thema für die Schule?

Für die FEO schon, denn ein bisschen schauen unsere Schüler grundsätzlich über den Tellerrand ihres schulischen Inseldaseins hinaus. Genau deshalb ließ sich der Leistungskurs Geschichte von einer kompetenten jungen Dame durch die noch bis Mitte Oktober andauernde Ausstellung im Gropius-Bau führen und brachte in einem anschließenden Workshop soeben erworbene theoretische Einsichten praktisch mit Pinsel und Preußischblau zu Papier.

Somit wurden zwar nicht die üblichen Schulinhalte bedient, aber viel erfahren über die Abgeschlossenheit Japans im 18. Jahrhundert und den kulturellen Reichtum der Stadt Edo (heute Tokyo). Trotz dieser streng überwachten Abgeschlossenheit boten sich damals Schlupflöcher, durch die auf einer kleinen Insel im Hafen von Nagasaki geduldete holländische Händler ein Fernglas einschmuggeln konnten, von dem sich der Künstler offensichtlich zur Dreidimensionalität in seiner Gestaltung anregen ließ und fortan mit der Zentralperspektive experimentierte.

Auch der Einfluss auf die heutigen japanischen Mangas wurde anschaulich verdeutlicht an den gleichnamigen Malhandbüchern mit Skizzen unterschiedlichster Themen, die Hokusai für seine Schüler anfertigen ließ. Da fanden sich kleine Japaner in unterschiedlichster Stellung, Fische, Blumen, Früchte, Masken und vieles mehr.

Zurück nach Europa. An Beispielen aus der europäischen Malerei, und das keinesfalls nur an Monet, von dem ja bekannt ist, dass er viele japanische Holzschnitte sammelte und damit seine Küche in Giverny dekorierte, machten Schüler und Lehrer schließlich die Einflüsse auf impressionistische Bilder fest, ob es sich dabei nun um die Geisha van Goghs handelte oder um die japanischen Holzschnitte im Hintergrund bei Manet.

 

hokosai

Den Abschluss der Exkursion bildete ein praktischer Teil, dem einige Schüler etwas skeptisch gegenüberstanden. Trotz ihrer Beteuerung, eigentlich überhaupt nicht malen zu können, fanden sich Preußischblau und Flächigkeit dann doch später auf ihren Bildern wieder. Und so bahnten sich zahlreiche Gischt aufsprühende Wellen am Nachmittag ihren Weg nach Wilmersdorf.

 

Bei Frau Rockweiler bedanken wir uns an dieser Stelle, die uns den Weg in den Gropiusbau geebnet hatte.

 

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