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L'viv

Der Austausch zwischen der Friedrich-Ebert-Oberschule und dem Gymnasium in L'viv in der Ukraine fand im Jahr 2008 zum ersten Mal statt.

Bericht über den Schüleraustausch zwischen Berlin und L'viv 2008

Vom 10. bis 19. Oktober 2008 fand ein Schüleraustausch zwischen der Friedrich-Ebert-Oberschule (Gymnasium) und der Schule Stufe 1 – Gymnasium in L'viv in der Ukraine in Berlin statt. Am Austausch nahmen 18 Schüler aus der Ukraine und 17 Schüler der FEO teil. Im Rahmen des Programms – Schulen – Partner der Zukunft stand die Problematik der Integration im Mittelpunkt dieser Begegnung. Dabei wurden verschiedene Inhalte und Formen von Integration behandelt und erlebt.
Das Programm gliederte sich in folgende Schwerpunkte:

  •  Integration selbst erleben
  •  Kennenlernen von Integrationsformen
  •  Integration selbst gestalten

Bereits während der Vorbereitungsphase gab es zwischen den Schülern nicht nur brieflichen Kontakt zum ersten Vorstellen. Per Email lernten die Teilnehmer sich schon etwas näher kennen, indem sie sich, die Familien, die Hobbys und andere Interessen vorstellten. Es wurden auch Fotos ausgetauscht und somit waren die Schüler auch gegenseitig schon neugierig auf den Gast, bzw. die Gastfamilie. Das war an der freundlichen ersten Begegnung am Ankunftsort am 10. Oktober zu erkennen.

Die Gastschüler konnten sich zunächst in den Familien kurz von den Reisestrapazen erholen und um 14 Uhr wurden die Gäste in der Friedrich-Ebert-Oberschule feierlich durch die Schulleitung , die betreuenden Lehrerkolleginnen und beteiligte Eltern begrüßt. 

Danach begann das erste gemeinsame Wochenende.

Die Wochenenden wurden ausschließlich von den Familien gestaltet. So zeigten die Gastgeber den ukrainischen Schülern ihre Stadt Berlin und die Gastschüler konnten erleben, wie in den Familien gemeinsam das Wochenende gestaltet wird. Es gab aber ein besonderes Interesse der deutschen Schüler gemeinsam mit ihren Klassenkameraden und den Ukrainern Veranstaltungen durchzuführen. Es nahmen an den Freizeitgestaltungen nicht nur die Schüler teil, die Gäste aufgenommen hatten, sondern auch weitere Schüler der Klasse. So hatte zum Beispiel dann eine deutsche Gastfamilie am Samstag, dem 11. Oktober, 20 Besucher, die sich gemeinsam ein Fussballspiel und den anschließenden Boxkampf im Fernsehen anschauten. Die Kinder und auch die Eltern empfanden diesen Abend als besonders gelungen.

Am Montag, dem 13. Oktober, begannen die Veranstaltungen entsprechend der Thematik in der FEO, an denen die Gastschüler- und Lehrer und die gesamte Klasse 8d teilnahmen. In den ersten beiden Stunden wurde der Unterricht laut Stundenplan durchgeführt. Zu den Fächern gehörten Deutsch, Biologie, Englisch, Mathematik und Sport. Von der dritten bis zur fünften Stunde wurden verschiedene Projekte zum Thema durchgeführt.

Zu einer sehr erfolgreichen Tradition an der FEO gehört die Patenarbeit. Schüler der 10. Klassen übernehmen eine Patenschaft für eine siebte Klasse um den „Neulingen“ den Alltag und das Lernen am Gymnasium zu erleichtern. Es finden regelmäßig Patenstunden statt, in denen die Paten besondere Probleme und Interessen der Siebtklässler behandeln. Die Paten der Klasse 8d leiteten das erste Projekt zur Thematik Integration. Dabei wurden unterschiedliche Spiele und Aufgaben ausgeführt, die ein erfolgreiches gegenseitiges Kennenlernen auch bei gewissen Sprachproblemen ermöglichten.

Ein weiteres Projekt zur Thematik Integration wurde aus der Sicht des Ethik-Unterrichts durchgeführt. Schwerpunkt war die Integration ausländischer Bürger in Deutschland allgemein und an der FEO im Besonderen. Ein türkischer Schüler aus der Sekundarstufe II berichtete am Beispiel seines eigenen Werdeganges über die Integration seiner Familie und stellte sein Projekt zur Unterstützung von Migranten in Berlin dar, das er gemeinsam mit seiner älteren Schwester betreut. Im Ergebnis dieser Projektarbeit entstanden Wandzeitungen, die die Schüler in gemischten Gruppen (deutsche und ukrainische Schüler) nach ihren Vorstellungen zur Thematik Integration ohne konkrete Vorgaben anfertigten.

Diese Plakate sind im Klassenraum der Klasse 8d auch für die anderen Schüler der Schule zu sehen.

Eine ganz andere Form der Integration lernten die ukrainischen Schüler dann im Methodentraining kennen. Das Methodentraining wird an der FEO zunächst in der Klassenstufe sieben in Form von Projekttagen begonnen und in weiteren Klassenstufen vertieft. In diesem Projekt lag der Schwerpunkt in der Vorbereitung und Erarbeitung eines Mindmap zur Thematik Integration. Auch hier wurde in gemischten Gruppen gearbeitet. Die Ergebnisse sind ebenfalls im Klassenraum der 8d zu sehen.

Besonderen Wert haben die Teilnehmer aber vor allem die Schule dann auch auf das gemeinsame Einnehmen des warmen Mittagessens gelegt, das täglich von 13 bis 14 Uhr in der Cafeteria der FEO eingenommen wurde.

Von 14 bis 18 Uhr fanden Veranstaltungen außerhalb der Schule statt. Aus organisationstechnischen Gründen konnten nicht alle Schüler der Klasse 8d teilnehmen. Aber viele erkundigten sich natürlich nach den Veranstaltungen, zu denen auch die Eltern eingeladen waren.

Höhepunkte diesbezüglich waren der Besuch in der ukrainischen Botschaft, der Besuch im Auswärtigen Amt, die Besichtigung des Reichstagsgebäudes und der Besuch im ägyptischen Museum.

Ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten war natürlich die Abschlussveranstaltung. Die ukrainischen Schüler haben in Form eines Kulturprogramms ihre Stadt L'viv und ihr Programm der Zusammenarbeit mit weiteren Schulen vorgestellt. Beeindruckend dabei war das Auftreten der Gäste in ukrainischer Tracht, das auch die geladenen Eltern und Schüler der Klasse 8d erleben durften.

Dieser Schüleraustausch kann als gelungen bewertet werden. So schätzen die deutschen Teilnehmer selbst ein, dass sie teilweise die ukrainische Sprache und Kultur kennen gelernt haben, etwas über das Alltagsleben in der Ukraine erfahren konnten und viele Freundschaften geschlossen haben. Sie sind natürlich gespannt auf den Besuch in der Ukraine in L'viv im Frühjahr 2009. Sie überlegen schon jetzt, wie sie dann ihre Gastgeber überraschen können.

Wenn es auch anfänglich einige sprachliche Kommunikationsschwierigkeiten gab, so half die englische Sprache immer.

Dieser Austausch wurde von der Stiftung West-Östliche Begegnungen gefördert.

Die gemeinnützige Stiftung West-Östliche Begegnungen fördert vielfältige Begegnungen mit allen Ländern der GUS und den baltischen Staaten, die dem Auf- und Ausbau von längerfristigen Partnerschaften und Beziehungen ihrer Bürger dienen. Insgesamt hat sie in den vergangenen 4 Jahren rund 3.800 Projekte im Schüler-, Jugend- und Kulturaustausch, als Bürgerbegegnungen und im Rahmen kommunaler Partnerschaften unterstützt und dafür 8,8 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Projektleiterin

K. Neubus

 

 

 

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